Tagebuch – 28.12.2015

Nachdem ich gestern Abend allerlei schlimme Beiträge auf YouTube gesehen habe, habe ich mich dazu entschlossen, wieder auf Fleisch zu verzichten. Ich war schon einmal über 4 Jahre lang Vegetarierin und ich habe keine einzige Minute davon bereut. Aber dann veränderte sich mein Leben und ich mich auch und ich merkte, wie ich mich nach einem Stück Fleisch sehnte. Denn damals wie heute mag ich Fleisch. Es schmeckt mir und ich ekel mich auch nicht davor. Der Hauptgrund, weshalb ich auf Fleisch verzichten möchte ist folgender: all die Tiere, die nur für diesen einen Zweck gezüchtet, gefüttert, gemästet und gequält werden, damit wir unser Schnitzel oder unsere Wurst auf dem Teller liegen haben, tun mir unsagbar leid. Ich möchte keines dieser Tiere essen. Auch wenn ich sage, dass nun für mich kein Tier mehr sterben muss, ist mir völlig bewusst, dass das Elend und die Qualen da draußen nicht weniger oder gänzlich verschwinden werden. Leider gibt es zu viele Menschen, die auf ihr tägliches Stück Fleisch bestehen und sie werden von der Fleischindustrie bedient. Auf Kosten der Tiere.

Ein zweiter Aspekt ist, dass ich mich gesünder ernähren möchte. Und wenn ich auf Fleisch verzichte, greife ich automatisch öfter zu Gemüse und Obst. Paradox, aber es funktioniert. Es ist sozusagen ein willkommener Nebeneffekt. Ich habe mich schlau gemacht. Um Fleisch zu verdauen, benötigt der menschliche Körper in etwa 12 Stunden. Das ist viel Zeit und daher wird mehr Energie vom Körper benötigt, um das Fleisch zu verdauen. Bei Obst, Gemüse, Milchprodukten und Co. ist das anders. Diese Nahrungsmittel kann der Körper gut verdauen und wir fühlen uns nicht so voll und müde.

Seitdem ich ein Teenager war, ist das Thema „Essen“ ein zentrales Thema für mich. Ich habe zum Glück nie eine Essstörung entwickelt, aber es gab immer wieder Zeiten, in denen ich mich sehr stark darauf konzentrierte, was ich zu mir nahm und wie mein Körper aussah. Mein Blick auf die Ernährung hat sich mit den Jahren etwas verändert. Natürlich ist es immer noch mein Ziel, Gewicht zu verlieren, denn ich war immer ein schlanker Mensch. Heute sieht das anders aus. So schwer wie jetzt war ich noch nie in meinem Leben und ich möchte das ändern. Dauerhaft verändern.

Heute wiege ich 18 kg mehr als noch vor wenigen Jahren. Gerne würde ich wieder zu dem damaligen Gewicht hinkommen, aber das erscheint mir doch als ein zu ehrgeiziges und unrealistisches Ziel. Ich möchte keine Diät machen und nach drei Monaten aufgeben, nur weil ich schon für den Gewichtsverlust von ein oder zwei Kilos hart kämpfen musste und ich nicht die Kraft habe durchzuhalten. Ich möchte eine Ernährungsweise für mich finden, die mich glücklich macht. So tutti kompletti.

Im letzten halben Jahr habe ich viel über mich selbst gelernt und begriffen, dass nur ich mich selbst glücklich machen kann, indem ich mich um mich selbst kümmere, zufrieden bin und das Glück annehme wenn es mir begegnet. Mal sehen, was alles geschehen wird.

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