Tagebuch – 13.01.2016

Gestern war ich alleine unterwegs, weil ich für Stephan zum 16. Jahrestag ein Geschenk kaufen wollte. An einer roten Ampel bei uns im Dorf hörte ich dann (während ich bremste) ein seltsames Geräusch. Ich war mit dem Wagen von Stephan unterwegs und schon Panik, dass etwas mit seinem Auto nicht stimmt. Die Bremsen zum Beispiel. Doch als ich dann endlich stand, war das Geräusch noch immer zu hören. Immer mal wieder, ein lautes und quietschendes Geräusch. Ich öffnete das Fenster auf der Fahrerseite einen Spalt und dann wurde es mir sofort heiß und kalt. Etwas weiter vor mir musste ein LKW mit Schweinen stehen! Die armen Tiere schrien! Als die Ampel grün wurde und alle Autos losfuhren sah ich dann auf der Rechtsabbiegerspur den kleinen LKW mit den Schweinen.

Rechts ging es zum Schlachter.

Sofort stiegen mir die Tränen in die Augen – so etwas habe ich noch nie erlebt! Klar stand ich schon einmal neben einem Tiertransporter, aber ein so lautes Quieken wie von den Tieren gestern habe ich bisher noch nie gehört. Ich bin froh, dass ich mich dazu entschlossen habe kein Fleisch mehr zu essen. Die Ohnmacht, die ich an der Ampel verspürte schnürrte mir die Kehle zu. Ich wünschte nur, mehr Menschen würden auf den Sonntagsbraten am Dienstag oder auf die ach so leckere Currywurst während des Stadtbummels verzichten. Dann hätten die Tiere wieder eine Chance auf ein Leben als Tiere und müssten nicht als Produkte in der Nahrungsmittelindustrie dahinvegetieren.

Es macht mich so unendlich traurig, dass kaum jemand das Leid der Tiere sieht.

Die letzten Tage achte ich sehr darauf, was ich esse. Kalorientechnisch gesehen. Dazu gehört natürlich auch, dass ich kaum bis gar keine Süßigkeiten esse. Das ist für mich wirklich eine Herausforderung. Allerdings werde ich es so machen, wie viele andere es auch halten: an einem Tag in der Woche werde ich eine Diätpause einlegen. Ein Tag, an dem ich keine Kalorien zählen werde. Dieser kommende „Day Off“ hält mich über Wasser und macht das ganze Umstellen für mich leichter. Ich weiß ja, dass ich Schokolade und Eis und Kekse und all das leckere Zeugs essen kann! Nur eben nicht heute sondern in 5 oder in 2 Tagen. Auf diese Weise habe ich etwas, auf das ich mich freuen kann. Und Vorfreude ist für mich wirklich eine der schönsten Freuden!

Ach so, last but not least: Ich achte verstärkt darauf, viel Wasser zu trinken. Manchmal trinke ich einen Kaffee mit Milch oder einen selbstgemachten Bananenmilchshake, aber ansonsten trinke ich Wasser. Im Moment habe ich noch nicht das Gefühl, auf etwas zu verzichten. Obwohl ich manchmal denke, dass eine Traubenschorle jetzt wirklich lecker wäre. Mal schauen, wie viele Kalorien sie hat…

Heute Morgen habe ich  mich sehr gefreut, als mir die Wage 2 kg weniger anzeigte! Ein erster Erfolg! Außerdem sind Sohnemann und ich auf dem Weg der Besserung und wenn ich wieder fit bin, möchte ich wenigstens einmal in der Woche laufen gehen. Vielleicht auch zweimal. Mal schauen.

Ein Schritt nach dem anderen.

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