Tagebuch – 09.01.2016

Ich esse tatsächlich kein Fleisch mehr und ich vermisse es nicht und ich fühle mich so gut damit, dass ich Freudensprünge machen könnte! Es ist ein schönes Gefühl, wenn ich daran denke, dass ich keines der armen Tiere mehr esse, die ein so qualvolles Leben und einen noch viel qualvolleren Tod haben erleiden müssen. Es ist ein sehr befreiendes Gefühl, dass ich mein Essen tatsächlich mehr genießen kann. Verrückt, oder?

Im Moment habe ich wieder eine starke Bronchitis. Schlimm sind die Nächte, die mir den letzten Nerv rauben und mich schlapp machen. Denn ich habe nachts so starke Hustenanfälle, dass ich sogar schon würgen musste. Daher habe ich vom Hausarzt einen Hustenblocker für die Nacht bekommen und nun geht es. Unterm Strich geht es mir dank der Medikamente besser. Auch meine Stimme kommt langsam zurück.

Doch leider geht es dem Sohnemann seit Donnerstag richtig schlecht. Ich musste ihn sogar früher vom Kindergarten abholen. Nachmittags bestätigte dann der Arzt das, was ich schon befürchtet hatte: er hat eine Bronchitis mit Mittelohrentzündung. Hinzu kam hohes Fieber am Abend. Die folgende Nacht war sehr anstrengend, weil er aufgrund von seinen Hustenanfällen nicht gut schlafen konnte. Letzte Nacht verlief wie die Nacht zuvor. Sie begann ebenfalls mit Fieber und der kleine Mann war ständig wach. Der einzige Unterschied: ich lag auf einer Matratze vor seinem Bett und ersparte mir selbst so das ständige Aufstehen und Rüberlaufen.

Tagsüber ist er natürlich nicht so gut drauf, was absolut nachvollziehbar ist, aber für mich ist es ebenfalls nicht so leicht. Auch wenn es mir schon etwas besser geht, bin ich selbst ja immer noch krank und der massive Schlafentzug fordert seinen Tribut.

So habe ich in den letzten Tagen zwar immer mal wieder kleinere Yoga Einheiten gemacht, aber nicht so regelmäßig wie ich es gerne gemacht hätte.

Außerdem würde ich so gerne laufen gehen. Wenigstens einmal in der Woche. Jeden Monat, wenn die neue RunnersWorld im Briefkasten landet, schäme ich mich vor mir selbst. Großkotzig habe ich sie abonniert und nun gehe ich doch nicht laufen.

Aber wie denn auch, wenn ich keine Luft bekomme und nach den ersten drei Schritten einen so enormen Hustenanfall bekomme, dass ich beinahe wieder würgen muss?

Der andere (und ehrlichere) Grund ist, dass ich mich schlichtweg nicht aufraffen kann. Ich schiebe immer etwas anderes vor, damit ich ja nicht Laufen gehen muss. Mal ist es zu kalt, mal zu nass, mal muss ich dringend einkaufen gehen oder einfach mal einen ruhigen Tag zu Hause mit meinem Sohn verbringen. Dann bin ich von der Arbeit zu müde und habe noch zu viel im Haushalt zu tun und ein anderes Mal habe ich wieder dieses Ziepen im Unterleib …

Meine wichtigste Erkenntnis heute beim gemeinsamen Abendbrot: esse nur so viel, bis du satt bist. Esse nicht aus Lust oder weil es so gut schmeckt. Esse nur so viel, wie dein Körper benötigt. Höre auf dein Bauchgefühl.

Selbiges sagt mir übrigens, dass ich Süßes essen soll. Viel Süßes. Leider Gottes haben wir noch jede Menge Weihnachtsplätzchen, Schokolade und Bonbons von Weihnachten übrig. Ich wünschte ich hätte die Willensstärke nicht sofort in die Süßigkeitenschublade zu greifen, sobald ich einen Jieper habe. Das ist total schwer für mich. Vor allem abends, wenn ich mich auf die Couch gesetzt habe, um vom Mamasein abzuschalten. Dann belohne ich mich gerne mit etwas Süßem. Es schmeckt mir schlichtweg zu gut und ich werde daher nie komplett darauf verzichten können. Das weiß ich. Ich bin aber auch davon überzeugt, dass man das für eine Gewichtsabnahme nicht zwingend muss. Allerdings möchte ich meinen Zuckerkonsum drastisch reduzieren. Erstens ist raffinierter Zucker nicht gut für den Körper und zweitens macht er einen auch noch süchtig und wenn man zu viel davon isst dick dazu. Ich möchte das nicht.

Basta.

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