Intermittierendes Fasten

Vor einem Jahr habe ich angefangen, mich intensiv mit dem Thema Fasten auseinander zu setzen. Mein Wunsch, für mehrere Tage hintereinander zu fasten, habe ich dann schnell erst einmal auf Eis gelegt. Denn ich möchte eine möglichst ruhige und entspannende Zeit erleben. Allerdings ist das im Moment nicht möglich, da ich als berufstätige Mutter schlichtweg zu viel am Hut habe.

Es gibt aber eine Variante des Fastens, das intermittierende Fasten, dass auch ich als vielbeschäftigte Mutti gut in meinen Alltag einbauen kann. Bei mir ist es sowieso so, dass ich nach dem Aufstehen am Morgen erst recht spät Hunger bekomme.

Oft ist das gegen 10:00 Uhr oder 11:00 Uhr. Bis dahin trinke ich Wasser, Tee oder auch Kaffee. Meine letzte Mahlzeit des Tages versuche ich gemeinsam mit meinem Sohn einzunehmen. Zwischen 18:00 und 19:00 Uhr essen wir meistens Abendbrot. Natürlich kommt es vor, dass ich abends auf der Couch auch noch einmal nasche. Aber ich muss sagen, dass ich in letzter Zeit gar keinen Appetit mehr auf Knabbereien habe. Warum also unnötige Kalorien zu mir nehmen? Immer öfter greife ich dann einfach auf ein leckeres Getränk oder schlichtweg ein Glas Wasser zurück.

Was ist intermittierendes Fasten?

Intermittierendes Fasten wird auch als Intervallfasten bezeichnet. Man versteht darunter die Einteilung der Energiezufuhr in zwei Phasen:

1. Phase: Nahrungsaufnahme

2. Phase: Fasten

Grundsätzlich werden zwei Formen des intermittierenden Fastens unterschieden. Bei der ersten Variante baut man einen Fastentag in der Woche ein und isst an den anderen sechs Tagen wie immer.

Bei der zweiten Variante unterteilt man den Tag selbst in eine Phase des Fastens (16, 18 oder sogar 20 Stunden) und in eine der Nahrungsaufnahme (entsprechend 8, 6 oder 4 Stunden) ein. Wie oben schon erwähnt esse ich meistens zwischen 11:00 und 19:00 Uhr. Ich wende also das 16:8 Prinzip an. Das passt am besten in meinen Alltag. In den Stunden der Fastenperiode trinke ich gerne Wasser, Tee oder auch Kaffee (den aber eher selten und wenn, dann entkoffeiniert).

Warum intermittierendes Fasten?

Intermittierendes Fasten ahmt in gewisser Weise das Leben unserer Urahnen nach. Diesen stand nicht jeden Tag feste Nahrung zur Verfügung. Fanden sie ein zwei Tage lang keine Beeren, Früchte oder ein Beutetier, gab es schlichtweg nichts zu essen. Für uns ist das unvorstellbar, ein, zwei oder mehr Tage hintereinander nichts zu essen. Denn die Supermarktregale sind voll mit schmackhaften und kalorienhalitgen Nahrungsmitteln. Wir brauchen uns nur für ein Gericht zu entscheiden und die entsprechenden Zutaten einzukaufen. Durch diese große Fülle und ständige Verfügbarkeit von Nahrungsmitteln stellen wir unserem Organismus ständig (und manchmal auch zu viel) Kraftstoff zur Verfügung, den er umwandeln muss. Und das ist Arbeit. Unser Körper arbeitet also ununterbrochen.

Das passiert beim intermittierenden Fasten

Durch die Einteilung in die zwei Phasen geben wir unserem Körper zum einen die Möglichkeit, die in der Nahrung aufgenommen Nährstoffe optimal aufzunehmen (Zeitfenster der Nahrungsaufnahme) und zum anderen die Möglichkeit zur Regeneration (Zeitfenster des Fastens).

Am sinnvollsten ist es, wenn man erstens nur zwei Mahlzeiten und keinerlei Zwischenmahlzeiten zu sich nimmt und zweitens darauf achtet, dass man isolierte Kohlenhydrate (raffinierter Zucker, Süßes, Fertigprodukte, Fast Food etc.) möglichst vermeidet. Dadurch können die zugeführten Nährstoffe besser verwertet werden und unser Blutzuckerspiegel bleibt auf einem konstanten Level. Im Idealfall verspüren wir während der Fastenperiode keinen Hunger. Ein weiterer Vorteil ist, dass sich unser Körper in den Fastenzeiten regenerieren kann, denn er ist nicht ununterbrochen mit der Verdauung von Nahrungsmitteln beschäftigt. Rund 30% unseres Energiebedarfs wird alleine für die Verdauung benötigt. Bekommt unser  Körper die Möglichkeit etwas von dieser Energie  für etwas anderes nutzen zu können, kann er sich um andere Baustellen kümmern. Das tut gut. Wir sind im besten Fall nicht mehr so krankheitsanfällig und fühlen uns gesünder.

Intermittierendes Fasten hat neben seinem guten Einfluss auf den Blutzuckerspiegel auch noch positive Auswirkungen auf den Cholesterinspiegel und den Blutdruck. All diese Faktoren korrelieren unter anderem mit einem erhöhten Risiko für kardiovaskuläre Erkrankungen, Krebs, Depressionen und chronischen Entzündungen.

Du kannst übrigens auch langsam mit dem intermittierenden Fasten beginnen. Vielleicht verschiebst du dein Frühstück erst einmal um ein oder zwei Stunden nach hinten und schaust, wie es dir damit geht? Nach einigen Tagen könntest du die erste Mahlzeit wieder ein oder zwei Stunden nach hinten verschieben.Du solltest dabei auf jeden Fall auf deinen Körper achten, wie geht es ihm dabei? Was macht die verlängerte Fastenphase mit dir?

Falls ich dich mit meinem Artikel neugierig gemacht habe, dann könntest du dich über das Thema „Intermittierendes Fasten“ hier oder hier weiter informieren.

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