Hochsensibilität aus Sicht der Wissenschaft

 

Das wissenschaftliche Forschungsgebiet der Hochsensibilität (HS) ist noch nicht sehr alt. Erst Ende der 1990er Jahre wurde dieses Phänomen erstmals erwähnt. Bisher gibt es nicht viele Studien zu dem Thema.

Geprägt wurde der Begriff HSP (Highly Sensitive Person) von der Psychotherapeutin und Universitätsprofessorin Dr. Elaine N. Aaron. Ihre ersten Veröffentlichungen zu dem Thema Hochsensibilität stammen aus dem Jahr 1997 – die Forschung steckt wahrhaftig noch in den Kinderschuhen.

Heute geht man davon aus, dass  etwa 15 – 20 % aller Menschen hochsensibel sind. Das heißt, etwa jeder 5. ist betroffen. Aber nur ein Bruchteil der HSP weiß auch, dass sie oder er hochsensibel ist. Im Internet stößt man immer wieder auf Berichte, in denen Betroffene davon erzählen, dass sie (bevor sie von ihrer Hochsensibilität erfahren haben) von Therapeuten oder Psychiater fehldiagnostiziert wurden. Schnell handelte es sich dann um eine Depression oder etwa um das Burn-Out-Syndrom. Tatsächlich neigen HSP dazu, häufiger an Depressionen u.ä. zu erkranken, jedoch sind die Gründe hierfür oft die Folgen/Auswirkungen der Hochsensibilität.  Es ist falsch zu behaupten, dass die Hochsensibilität das gleiche sei, wie eine Depression oder das Burn-Out-Syndrom.

Wie bereits erwähnt, geht man davon aus, dass bei HSP mehr Reize als wichtig eingestuft und an das Bewusstsein weitergeleitet werden, als bei nicht hochsensiblen Menschen. Dr. Sandra Konrad, Psychologien aus Hamburg hat dazu folgende Studie durchgeführt:

Basierend auf Bildern des Gehirns von HSP aus dem Kernspintomografen, baute sie eine eigene Versuchsreihe auf.

Mit Spezialkameras wurden die Augenbewegungen und -veränderungen (z.B. das Weiten oder Zusammenziehen der Pupillen) von Testkandidaten aufgezeichnet, während man diesen verschiedene emotionalbesetzte Bilder zeigte, die typische positive oder negative Szenen/Symbole darstellten.  Die These bei diesem Versuch lautete, dass man anhand der Augenbewegungen und -veränderungen  erkennen kann, wer von den Versuchsteilnehmern hochsensibel war und wer nicht. Weitere Informationen hierzu kann dem 3sat Mediathek Bericht vom 26. Februar 2014 entnommen werden: „Zu viele Reize“

Bis jetzt zählt: 

Das Phänomen der Hochsensibilität ist bisher nicht wissenschaftlich anerkannt.

Es wird wohl noch eine ganze Weile dauern, ehe es genug Forschungsstudien zu dem Thema Hochsensibilität gibt, die dann genau eben diese These stützen (oder auch widerlegen) werden.

 

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