Worum geht es in diesem Blog?

Hallo Du!

Schön, dass Du hier bist!

Mein Name ist Melanie. Ich bin 34 Jahre alt und lebe mit meiner kleinen Familie in einer kleinen Stadt am Rande des Ruhrgebiets. Ich arbeite 25 Stunden die Woche als kaufmännische Angestellte. In meiner Freizeit mache ich am liebsten Folgendes: ich lese, schreibe auch selber, schaue mir gerne Filme an, ich laufe und freue mich, wenn ich Zeit zum Nähen oder Sticken finde.

Seitdem ich denken kann, hatte ich schon immer das Gefühl, dass ich irgendwie „anders“ bin. Ich kann das aber nur schwer in Worte fassen, auch deshalb, weil ich befürchte, dass mich einige nicht verstehen oder gar schlimmer missverstehen könnten. Hier mein Versuch, dieses seltsame Gefühl zu beschreiben:

Bereits als Kind spürte ich, dass ich irgendwie nicht so bin, wie die anderen in meinem Umfeld. Ob im Kindergarten, in der Schule, während meiner Ausbildung oder später im Berufsleben – immer wieder gab es Situationen, die mich emotional überforderten und in denen ich mich hilflos und unverstanden fühlte. Schlimmer noch! Ich dachte von mir, dass ich nicht „richtig funktioniere“.

Am 3. September 2015 änderte sich dann alles für mich. An diesem Tag hatte ich einen Friseurtermin und blätterte in einer Frauenzeitschrift. Ein Artikel zog mich wie magisch an. Das Thema war Hochsensibilität. Und in dem Artikel schrieb man über mich! Natürlich war nicht wirklich von mir die Rede, schon klar. Aber alles, wovon ein anderer Betroffene berichtete, kannte ich. Ich konnte es nachempfinden, weil ich das auch schon so oder so ähnlich erlebt hatte. Unfassbar! Mir fiel kein Stein vom Herzen, sondern ein ganzer Berg! Endlich hatte das Kind einen Namen! Meine Gedanken überschlugen sich. Ich weiche nicht von der Norm ab, ich bin nicht „krank“ oder „funktioniere nicht richtig“.  

Erleichterung ist nicht einmal annähernd treffend für das Gefühl, das ich nach dem Lesen dieses einen Artikels empfand.

Ich bin hochsensibel.

Noch heute, ein gutes Jahr später, tue ich mich noch immer schwer damit, das offen zu sagen. Besonders innerhalb meiner Familie fühle ich mich oft beschämt. Einige wissen es, einige nicht. Von denen die es wissen, gab es nur eine Person, die mir gegenüber Verständnis zeigte und mir nicht das Gefühl gab, an einer psychischen Erkrankung zu leiden. Zwei Personen, die mir sehr nahe stehen, blockten sogar ein Gespräch über das Thema Hochsensibilität freundlich aber bestimmend mit einem Lächeln ab.

Vielleicht habe ich nicht die richtigen Worte gefunden, um die Hochsensibilität im Allgemeinen und meine Ausprägung der Hochsensibilität im Besonderen zu erklären. Dabei liegt mir so viel daran, dass mich meine Familie und meine Freunde verstehen. Ich glaube, dass dadurch ein harmonischeres Zusammensein möglich wäre, da viele schwierige Situationen oder Konflikte erst gar nicht entstehen bzw. eskalieren würden.

Mit diesem Blog möchte ich helfen, auf das Thema Hochsensibilität aufmerksam zu machen. Einfach deshalb, damit möglichst viele Betroffene (ob direkt oder indirekt) einen ähnlichen Aha-Moment erleben dürfen, wie ich ihn vor rund einem Jahr erleben konnte. 

Vielleicht bist Du ja die oder der Nächste? Oder Du erzählst einem Freund oder Deiner Schwester von dem Thema Hochsensibilität, weil Du zufällig hier bei mir davon gelesen hast? 

Ich würde mich darüber freuen!

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