Genießbare Wildpflanzen – Der Löwenzahn

In nur wenigen Wochen wird es wieder Frühling (juchhu!) und dann sprießen überall die Knospen und Blätter. Und auch unsere Wildkräuter erwachen zu neuem Leben.

Heute möchte ich dir ein ganz besonderes Gewächs vorstellen, dass du bestimmt schon seit deiner Kindheit kennst: den gewöhnlichen Löwenzahn. Etwa ab April wirst du die gelben Blüten und die eingeschnittenen, gezahnten Blätter (die der Pflanze ihren Namen gaben) überall sehen können.

Während sich viele Gärtner über dieses „Unkraut“ ärgern, freue ich  mich schon wieder darauf, es pflücken zu können! Denn der Löwenzahn steckt voller wertvoller primärer und sekundärer Pflanzenstoffe. Er enthält viel Eiweiß, Bitterstoffe, Flavonoide, Mineralien wie Kalium, Magnesium und Phosphor (doppelt so viel wie z.B. im guten alten  Kopfsalat enthalten sind!) und viel Vitamin C.

Doch wie kommst du jetzt in den Genuss dieser Nährstoffe? Aus den Blüten kannst du zum Beispiel ein honigähnliches Gelee herstellen, das sehr lecker schmeckt. Du kannst es auf Dein Brot streichen oder zum Süßen in deinen Tee geben. Die jungen Blätter des Löwenzahns werten einen Salat fantastisch auf. Sie schmecken im Gegensatz zu den größeren und älteren Blättern nur leicht bitter. Klein geschnitten kann man die Blätter auch als Zutat für einen Kräuterquark oder Joghurt verwenden. Sogar die Wurzeln kannst du verwerten (etwa von September bis März): entweder roh als Salatzutat oder gar gekocht als Suppenbeilage.

Tipp: Du kannst die Blätter und Blüten prima in deinen Smoothie packen und diesen so mit vielen wichtigen und kostenlosen (!) Nährstoffen aufpeppen!

Der Löwenzahn gehört übrigens zu den alten und gern genutzten Wildkräutern in der Volksheilkunde. Unter anderem wird er als harntreibendes und/oder leicht abführendes Mittel eingesetzt. Da er ebenfalls blutbildend und blutreinigend wirkt, wird er oft bei Gallen- und Leberschwäche verabreicht. Sogar der milchige Saft der Pflanze kann zur äußerlichen Anwendung bei Hauterkrankungen (z.B. bei Hühneraugen und Warzen) eingesetzt werden. (Der Saft sollte dabei allerdings nicht in die Augen gelangen.)


Kurzbeschreibung

Blütezeit: April bis Juli (manchmal auch noch bis zum Herbst)
Vorkommen: Wiesen, Äcker und Weiden
Geschmack (Blätter): leicht bitter, ähnlich wie Chicorée
Geschmack (Blüten): süß, ähnlich wie Honig
Größe: etwa 40-60 cm
Blüte: sonnengelb, tellerförmig angeordnete Zungenblüten
Stängel: gerade, glatt und hohl
Blätter: 10-30 cm lang, länglich eiförmig, gezähnt und teilweise auch eingeschnitten, hell- bis dunkelgrün
Wuzeln: ragen bis zu 2 m (!) tief in die Erde


Halte demnächst einfach deine Augen offen und bereichere deinen Speiseplan mit dieser Pflanze!

 

 

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