Fastenkur 2018

Fastenkur 2018 – Teil 2 von 2

 

Den ersten Teil meines Fastentagebuchs kannst du hier nachlesen.


4. Fastentag

19.02.2018

Alltag. Früh (viel zu früh) muss ich aufstehen, mit dem Hund Gassi gehen, mich selbst anziehen, das Kind wecken und anziehen, Frühstück für daheim und den Kindergarten machen und dann geht es los. Erst zum Kindergarten und anschließend zur Arbeit. Heute habe ich mir zwei Beutel Pfefferminztee eingepackt. Lecker. Trotzdem träume ich schon wieder von Haferflocken mit Heidelbeeren, Zimt und gekeimten Buchweizen. (Heute kann ich eine neue Fuhre Buchweizen endlich ansetzen.) Obwohl mir nicht das Wasser im Mund zusammen läuft, freue ich mich doch schon tierisch darauf, meine heiß geliebten Haferflocken bald essen zu können.

Unter dem Strich muss ist sagen, dass ich tatsächlich keinen Hunger verspürt habe. Kein einziges Mal. Einschließlich heute. Aber dieser Appetit, der nervt. Da ich aber die nächsten Tage alleine sein werde mit meinem Sohn, bleibt mir nichts anderes übrig, als weiterhin jeden Tag Lebensmittel in die Hand zu nehmen, um sie für den kleinen Mann zuzubereiten. Ich bin schon ein wenig stolz auf mich, dass ich das Fasten durchziehe.

Schön war heute auch, dass mich zwei Kollegen unabhängig von einander angesprochen haben, was mit mir los wäre. Ich sei so ruhig und still. Da musste ich grinsen, weil mir das in diesem Moment dann auch auffiel. Und das beste war, dass ich tatsächlich diese Ruhe und Stille in mir spürte. Alleine für diesen einen Moment hat sich das Fasten für mich gelohnt.

Mittags hatte ich mich mit einem Leberwickel ins Bett gelegt und etwas entspannt. Ein entspannendes Basenbad am Abend musste ich leider gegen eine schnelle heiße Dusche austauschen. Dafür habe ich mich dann noch auf der Couch ausgeruht. Alles in allem war es ein schöner Tag.


5. Fastentag

20.02.2018

Endspurt. Nur noch heute. Der heutige Tag kommt mir so lange vor wie alle anderen vier Fastentage zusammen. Ich habe mich an das viele Trinken gewöhnt und es fällt mir sehr leicht. Der Blick auf die Waage heute morgen hat mir dann doch noch ein Lächeln aufs Gesicht gezaubert, obwohl es mir nicht wirklich darum ging abzunehmen. Mir geht es hauptsächlich darum, meinen Körper zu reinigen. Das macht in der heutigen Zeit Sinn. Jeden Tag haben wir mir schädlichen Stoffen zu tun, die wir über unsere Atmung, unsere Haut und unser Essen aufnehmen. Abgase sämtlicher Art, die Chemikalien in unserer Wäsche, in unseren Cremes und Parfüms, in den Waschmitteln und in unserer Zahnpasta. Die Entgiftung meines Körpers steht für mich an erster Stelle. Außerdem möchte ich die Fastenkur als Chance nutzen, danach weitesgehend auf industriellen Zucker zu verzichten. Ab und zu gelingt es mir bereits jetzt schon, aber mein Ziel ist es, weitesgehend auf raffinierten Zucker zu verzichten. Am Abend sitze ich auf der Couch trinke etwas vom Möhrensaft. Verdünnt mit Wasser. Und ich freue mich tierisch auf den morgigen Tag – nur noch einmal schlafen! Dann darf ich den Apfel essen, den ich mir voller Vorfreude in meine Arbeitstasche eingepackt habe.


1. Aufbautag

21.02.2018

Fastenbrechen! Endlich! Ich bin so erleichtert, dass ich ab heute wieder essen darf. Aber dann wird mir auf einmal bewußt, dass das so nicht ganz richtig ist. Die nächsten zwei Tage heißt es noch ruhig Blut. Übersetzt soll das bedeuten: vormittags einen Apfel, mittags eine Brühe mit spärlicher Einlage und am Abend wieder eine Suppe. Nunja, die ersten beiden Mahlzeiten habe ich auch genau so zu mir genommen, aber als es jetzt Abend wurde, da hatte ich dann doch auf etwas anderes Hunger (als es in dem von mir favorisiertem Fastenplan steht). Mein Bauchgefühl hat mich bisher selten im Stich gelassen und so habe ich mir am Abend keine frische Tomatensuppe zubereitet, sondern ich habe die Tomaten roh gegessen. (Warme Tomaten mochte ich noch nie.) Anschließend gab es noch etwas von dem super leckeren Bio-Knäckebrot. Das tat so gut, auf etwas Hartes zu beißen, dass ich jeden Bissen genossen habe! Außerdem habe ich mir noch nen bisschen Rübenkraut draufgestrichen. Das war besser als jede Schokolade! (Bauchschmerzen oder andere Verdauungsprobleme habe ich nicht bekommen.)

Das eigentliche Fastenbrechen mit dem typischen Apfel war übrigens nicht so erhabend, wie ich es mir vorgestellt hatte. Ich habe ihn zwar bewußt und extra langsam gegessen, aber so richtig passierte da nichts bei mir. Weder vom Kopf noch vom Magen her. Bei der Brühe am Mittag war das schon ein bisschen anders. Lag bestimmt daran, dass ich sie ja vorher auch noch zubereiten und kochen musste. Der Duft, der dann aus dem Kochtopf stieg ließ mir so richtig das Wasser im Mund zusammen laufen! Meine Vorfreude wuchs, weil ich wusste, dass ich die Suppe gleich wirklich essen würde. Sie war köstlich hoch zehn!

Am Abend schlief ich blitzschnell ein. Zufrieden und mit angenehm gefüllten Magen.


2. Aufbautag

22.02.2018

Die Nacht verlief unerwartet ruhig. Leider bekam ich trotzdem zu wenig Schlaf, weil ich eindeutig zu lange wachgeblieben war. Selbst dran Schuld…. Aber unterm Strich habe ich sehr gut geschlafen. Ich habe sogar geträumt! Von der Stimmung her ist alles wie immer. Und mein Körper fühlt sich auch wie immer an. Ich fühle mich nicht besonders beschwingt durch das Fasten noch besonders platt, weil sich mein Körper ja jetzt wieder auf den Verdauungsmodus umstellen muss.

Heute habe ich mir dann endlich meine heißgeliebten Haferflocken (es waren nicht so viele wie sonst, ich hatte schon ein bisschen Angst davor, dass ich Bauschmerzen bekommen könnte…) mit zur Arbeit genommen. Mit gekeimten Buchweizen, Zimt und Heidelbeeren. Erstaunlicher Weise habe ich sie erst um 11:30 Uhr gegessen. Ich esse sonst so gegen 10:30/11:00 Uhr. Doch vorher hatte ich einfach keinen Hunger verspürt.  Später am frühen Nachmittag habe ich mir dann mit meinem Personalblender eine roh-vegane Nudelsoße gemacht und ein paar Hartweizengrießnudeln gekocht. Auch hier habe ich nur eine kleine Portion gegessen, die mich aber völligst gesättigt hat. Am Abend gab es dann einen Apfel und später noch mal ein paar Scheiben Knäckebrot mit Rübernkraut.


1. Nachfastentag

23.02.2018

So. Ab heute ist das Fasten offiziel vorbei. Heute beginnt der erste Nachfastentag und das Gewicht auf der Waage verrät mir nun, was ich tatsächlich abgenommen habe. 3 kg. Ich bin schwer beeindruckt. Das finde ich ganz schön viel für eine Woche fasten.

Ansonsten bin ich heute wieder im Hier und Jetzt angekommen. Keine Leberwickel mehr, keine Mittagsruhe, kein Baden mehr. Obwohl ich das eine oder andere auf jeden Fall mal zwischendurch wiederholen werde. Vor allem am Wochenende. Das habe ich mit aus dem Fasten genommen. Hier und da etwas Zeit nur für mich einzuplanen. Das ist leichter umsetzbar als ich zuvor angenommen hatte. Außerdem habe ich den Unterschied zwischen Hunger und Appetit kennengelernt. Das war eine ebenso wichtige und wertvolle Lektion für mich.

Und ich kann sagen, dass ich mich schon auf meine nächste Fastenkur freue!


Weitere Informationen zum Thema Fasten findest du hier oder lese dir den tollen Gastbeitrag von fit4fanny auf der Internetseite von Silke Leopold durch.

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