Fastenkur 2018

Fastenkur 2018 – Teil 1 von 2

Entlastungstag

15.02.2018

Heute ist es also soweit: ich beginne mit meiner ersten Fastenkur. Die erste in meinem Leben. Ich habe noch nie gefastet und bin gespannt, was beim Fasten alles passieren wird. Heute ging es darum, den Körper auf die kommenden Tage vorzubereiten. Da ich in letzter Zeit sowieso viel Rohkost zu mir nehme, war der heutige Tag ein fast normaler Tag. Ich habe lediglich Gewürze und Co. weggelassen. Das habe ich heute zu mir genommen:

Frühstück: 1 Kaki, 1 Orange, ½ Apfel, eine handvoll Cashewnüsse

Vormittags: 1 Kanne Fencheltee

Mittags: 6 kleine Pellkartoffeln, 1 gelbe Paprika und einen veganen Joghurt mit 1 EL Leinsamen, eine halbe handvoll Cashewnüsse, Wasser

Nachmittags: Wasser

Abends: 1/3 Honigmelone und 3/4 Pomelo, Wasser

Ehrlicherweise bin ich immer satt geworden und ich habe jede Mahlzeit genossen. Ich habe mich in Ruhe hingesetzt und die Lebensmittel ganz bewußt gegessen. Auch sonst war ich sehr bemüht, alles in Ruhe zu erledigen. Deswegen bin ich auch zeitig ins Bett gegangen. In der Nacht habe ich ganz gut geschlafen. Ich musste nur 2 mal raus. Zum Glück hatte mein Sohn neben mir auch eine ruhige Nacht. Er hat sich einmal im Schlaf an mich gekuschelt. Das war so schön!


1. Fastentag

16.02.2018

Am Morgen war wieder alles wie immer. Ich bin früh aufgestanden und habe in Ruhe eine Tasse Tee auf der Couch getrunken. Der Hund hat sich neben mich hingelegt und ich habe in meinem Buch gelesen. Auch der Morgenspaziergang mit dem Hund war schön. Ich war erst gegen 7:00 Uhr draußen und da fing es bereits an zu dämmern. Alles war gefroren und die Luft war richtig kalt. Weil alles so perfekt war, bin ich eine etwas größere Runde mit dem Hund gelaufen. Die Stille und das Alleinsein tat gut.

Das erste Hüngerchen stellte sich gegen 8:30 Uhr ein. Zum Glück stand da schon eine Kanne voll mit heißem Pfefferminztee bereit. Ich war sehr gespannt, wie sich der Tag entwickeln würde. Generell war und bin ich sehr gespannt, was das Fasten mit mir anstellen wird.

Mittags habe ich mir meine Gemüsebrühe gekocht. Das waren auf dem Kopf 1000 ml – ich kann also die nächsten 4 Tage mittags 250 ml trinken. Darauf freue ich mich. Die Suppe schmeckt mir sehr lecker. Ich löffle sie nicht, sondern trinke sie aus einem Glas. Das finde ich praktischer.

Nach der Brühe habe ich mich ins Bett gelegt und mir einen Leberwickel gemacht. Ich war schon ziemlich gespannt darauf, ob ich in der Nacht schlecht träumen würde. (Davon berichten ja viele Menschen, die einen Leberwickel gemacht haben.)

Den Rest des Tages erlebte ich wie immer. Außer, dass ich vermehrt auf meinen Körper geachtet habe. Ob der Hunger kommt oder nicht. Aber er kam nicht wirklich. Echt erstaunlich. Abends habe ich 250 ml Sauerkrautsaft verdünnt mit 250 ml Wasser getrunken. Das war der beste Sauerkrautsaft, den ich jemals getrunken habe. Lecker war’s!

Abends habe ich noch ein warmes Bad genommen. Das tat gut und hat mich richtig entspannt. Obwohl ich heute im ganz normalen Alltag gefastet habe, bin ich ziemlich ruhig. Am Abend war ich so früh müde, dass ich gegen 21:00 Uhr ins Bett gegangen bin.

Mein Sohn (4 Jahre) hat neben mir geschlafen. Zappelnd. Sich drehend. Zähneknirschend. Im Traum quaselnd. Die Nacht war deswegen nicht wirklich erholsam für mich. Ich kann mich einfach an keinen Traum erinnern. Bin auch nen bisschen groggy.


2. Fastentag

17.02.2018

Heute morgen war nichts wie immer. Aufstehen ging nur ganz schwer. Ich hatte zwar kein direktes Schwindelgefühl, aber irgendwie war mir komisch. Ich habe mich schlapp gefühlt. Was bin ich froh, dass ich das Fasten so begonnen habe, dass ich am 2. und 3. Tag zu Hause bin (Wochenende)! Alles richtig gemacht!

Nachdem ich morgens den Saft einer Zitrone mit heißem Wasser getrunken hatte ging es mir besser. Auch die erste Runde mit dem Hund tat gut. Die klirrend kalte Morgenluft war ziemlich erfrischend und hat meinen Kreislauf in Schwung gebracht. Vormittags habe ich Tee und Wasser getrunken. Mittags dann meine Brühe. Im Anschluss habe ich mich wieder ins Bett gelegt und die Wärme des Leberwickels genossen und dabei habe ich meditiert. Ruhe ist schon etwas Feines!

Später habe ich kleine Einkäufe erledigt und mich selbst darüber gewundert, dass mein Magen nicht geknurrt hat, als ich im Laden an der Obst- und Gemüsetheke vorbeigelaufen bin. Auch als mein Mann mittags für sich und unseren Sohn gekocht hat, habe ich keinen Hunger verspürt. Mir lief noch nicht einmal das Wasser im Mund zusammen. Ich hätte nie gedacht, dass mir der Verzicht auf feste Nahrung so leicht fallen würde. Vom Geiste und vom Körper her. Beide sind ja auf Entzug. Aber nun gut, heute war auch erst der 2. Fastentag. Drei liegen noch vor mir.

Abends habe ich 250 ml Traubensaft mit 250 ml Wasser verdünnt getrunken. Ich liebe Traubensaft! Wahnsinn, wie sich mein Geschmackssinn innerhalb von nur zwei Tagen verändert hat. Meine Stimmung ist gut und ich fühle mich am Abend nicht so sehr schlapp. Vor dem  Schlafengehen nehme ich noch ein Basenbad. Heute Nacht habe ich alleine geschlafen. Ich musste unseren Sohn leider ausquartieren, weil ich im Moment einen sehr leichten Schlaf habe. Die ersten Stunden der Nacht habe ich sogar bei geöffnetem Fenster geschlafen, doch dann wurde es mir zu kalt. Ich sag nur: Minustemperaturen… Gegen 2:00 Uhr habe ich das Fenster zugemacht. Dann klappte es mit dem Schlafen besser. Frische Luft wird überwertet. Ich habe sogar geträumt. Komische Träume. Etwas düster, kenne ich sonst nicht von mir. Muss wohl an den Leberwickeln liegen.


3. Fastentag

18.02.2018

Heute wurde es hart für mich. Aber das wusste ich schon, bevor ich mit dem Fasten angefangen habe: mein Cousin feierte heute seinen Geburtstag und seine Frau ist eine äußerst gute Köchin!

Aber der Reihe nach. Als ich morgens aufstanden bin, ging es mir – fast – wie immer. Etwas müde, aber sonst fit. Ich habe meinem Mann einen Kaffee und unserem Sohn einen warmen Kakao gemacht. Danach bin ich mit dem Hund die erste Runde gegangen und habe dabei die kalte frische Luft eingeatmet. Es war windstill und alles war weiß gefroren. Es sah so herrlich aus! Ein wundervoller Sonntagmorgen!

Trinktechnisch habe ich es heute – trotz der Geburtstagfeier – so gehalten wie gestern. Immer Wasser oder Tee und zwischendurch die Brühe und abends dann den Fruchtsaft.

Leider habe ich es heute nicht geschafft, einen Leberwickel zu machen. Aber das muss ich wohl hinnehmen, wenn ich im Alltag faste. Man muss sich schließlich auch um seine Lieben kümmern. Und das mache ich gerne. Sonntags gibt es bei uns meistens Pancakes zum Frühstück. Warum sollte ich also heute eine Ausnahme machen? Es roch alles herrlich und die Dinkel-Pancakes mit Äpfeln sahen zum anbeißen aus (ich ärgere mich gerade ein wenig, dass ich kein Foto davon gemacht habe), aber ich habe keinen Hunger bekommen. Etwas Appetit vielleicht. Aber keinen Hunger.

Auch später, als ich das Mittagsessen für meinen Mann und unseren Sohn kochte, blieb mein Bauch stumm. Kein Knurren. Ich kann mich nur wiederholen: ich bin erstaunt darüber, was mein Körper gerade leistet. Ich hätte nie damit gerechnet, dass alles so unkompliziert abläuft. Zum Beispiel musste ich heute die ganze Zeit an Haferflocken und gekeimten Buchweizen denken und trotzdem lief mir nicht das Wasser im Mund zusammen.

Ansonsten ist mir seit heute verstärkt aufgefallen, dass ich Gerüche viel intensiver wahrnehme. Da scheinen auf einmal mehr Gerüche zu sein als vorher. (Kann eventuell daran liegen, dass sich meine Nasenschleimhäute reinigen bzw. gereinigt haben!?)

Heute war ein schöner Tag. Es tat mir gut meine Familie zu sehen. Die Kinder haben so schön miteinander gespielt und ich habe den 2 Monate alten Sohn meines Cousins auf meinem Arm in den Schlaf geschaukelt. Das war ein toller Moment.


Weitere Informationen zum Thema Fasten findest du hier oder lese dir den tollen Gastbeitrag von fit4fanny auf der Internetseite von Silke Leopold durch.

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