31. Leipziger Rohkostpotluck

Seit einem knappen Jahr schaue ich  mir regelmäßig die youtube Videos von Silke Leopold an. Silke ist vegane Rohköstlerin und beschäftigt sich seit vielen Jahren mit einer gesundheitsbewussten Ernährung und Lebensweise. Ich mag ihre Videos und Blogeinträge sehr, weil sie nicht nur informativ sondern auch inspirierend sind. Gemeinsam mit Christian Pörtzel veranstaltet sie seit beinahe 3 Jahren einen monatlichen Rohkostpotluck in Leipzig.

Bei einem Potluck treffen sich Menschen zum gemeinsamen Essen und Austausch. Jeder bringt etwas für die Gemeinschaft mit. Die Videos von den Leipziger Rohkostpotlucks zeigen Menschen, die sich miteinander unterhalten, lachen, spielen, gemeinsam Kräuter sammeln, meditieren oder singen.

Gerne wollte ich einmal selbst daran teilnehmen, habe aber immer eine Ausrede gefunden, nicht hinzufahren.

  1. Es sind knappe 500 km bis nach Leipzig.
  2. Ich bräuchte eine Ferienwohnung.
  3. Ist da noch mein 4 Jahre alter Sohn, der für das entsprechende Wochenende untergebracht werden müsste.
  4. Ein komplettes Wochenende ginge für einen solchen Potluck drauf: ich müsste schließlich schon freitags an- und frühstens sonntags wieder abreisen, sonst würde es in zu argem Stress ausarten.

Ausreden gab es also viele. Doch dann wurde ein Arbeitskollege brutal von einem Schicksalsschlag getroffen und das löste etwas in mir aus. Einem inneren Impuls folgend („einfach machen“), suchte ich mir eine Ferienwohnung in Leipzig. Da mein Mann an diesem Wochenende erst samstags nach Hause kommen würde, sollte mich mein Sohn begleiten. Wohlwissend, dass der Potluck im Freien stattfinden würde, packte ich für uns warme Klamotten, Decken, Sitzkissen und einige Holzscheite ein (um letztes hatte Christian gebeten). Im schlimmsten Fall würden wir zwei eben nach kurzer Zeit wieder gehen müssen, um uns irgendwo aufzuwärmen. Aber das würde schon alles passen. Und was soll ich sagen? Das tat es auch!

Ich bin so glücklich darüber, dass ich nach Leipzig gefahren bin. Es war ein wunderschöner Tag im Agrapark. Obwohl ich keinen der anwesenden Menschen kannte, dauerte es keine Minute, bis ich mit dem ersten in einem netten Gespräch verwickelt war. Mein Sohn fand auch sehr schnellen Anschluss und spielte die gesamte Zeit mit anderen Kindern. So konnte ich mich selbst mit lieben Menschen austauschen, während ich wirklich gute Lebensmittel aß. Hoffentlich werde ich einige dieser Menschen bei meinem nächsten Besuch in Leipzig wiedersehen!

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